Dolmetschen im Sozial- und Gesundheitswesen

Medizinische, psychologische und soziale Bereiche zählen zu den besonders sensiblen Einsatzfeldern der Sprachmittlung. Immer dann, wenn in diesem Bereich Dolmetscher*innen benötigt werden, geht es häufig um sehr persönliche Themen, schwere Erkrankungen, Schicksalsschläge oder traumatische Ereignisse. In solchen Momenten ist eine präzise Sprachmittlung weit mehr als reine Verdolmetschung — sie bildet die Grundlage für eine erfolgreiche Behandlung, Beratung und Unterstützung.

Warum professionelle Dolmetscher*innen statt Laien? Die Hinzuziehung von Angehörigen oder unzureichend qualifizierten Sprachmittler*innen birgt erhebliche Risiken. Fehlende terminologische Kenntnisse können zu schwerwiegenden Missverständnissen führen — insbesondere bei komplexen Diagnosen, Medikationsplänen oder Verhaltensanweisungen. Häufig gibt es zudem terminologische Überschneidungen zwischen verschiedenen Fachbereichen, wie etwa bei Patientenverfügungen, die sowohl medizinisches Verständnis als auch rechtliche Präzision erfordern.

Zudem fehlt Laiendolmetscher*innen häufig die notwendige emotionale Distanz. Dies kann zu Befangenheit oder Scham führen, besonders wenn es sich um nahe Angehörige handelt. Inhalte werden dann oft unbewusst gefiltert, abgemildert oder dramatisiert, um Familienmitglieder zu schützen. Besonders problematisch ist es, wenn Kinder für ihre Eltern dolmetschen müssen — sie sind dieser Rolle weder sprachlich noch emotional gewachsen, was zu einer Überforderung mit möglichen langfristigen Folgen führen kann.

Unsere Dolmetscher*innen sind darauf geschult, auch in emotional aufgeladenen Situationen ruhig und sachlich zu bleiben. Sie sind zur Verschwiegenheit verpflichtet und übertragen das Gesagte neutral, vollständig und ohne eigene Filterung. Auch in diesen Bereichen verfügen wir über eine Erfahrung von knapp 25 Jahren.

Zu unseren Kunden gehören Kliniken und Krankenhäuser, psychiatrische Einrichtungen sowie Gesundheitsämter. Wir unterstützen Fachkräfte und Patient*innen zudem bei spezifischen Aufgabenstellungen wie Dialyseschulungen, in der Ernährungsberatung oder im Rahmen des Sozialpädiatrischen Dienstes. Darüber hinaus sind wir im sozialen Bereich tätig — etwa bei den Jugendämtern (z. B. im Rahmen der Familienhilfe), in Schulen und Kindergärten sowie in Flüchtlingsunterkünften, Aufnahmestellen, Ankerzentren, Beratungsstellen und Frauenhäusern.

Nicht jede Situation erfordert den gleichen Ablauf. Je nach Rahmen setzen wir unterschiedliche Dolmetschtechniken ein — entweder konsekutiv oder simultan. Insbesondere im medizinischen Kontext oder bei kurzfristigen Anfragen sind das Video- und Telefondolmetschen ideal. Diese Lösungen sind nicht nur zeitnah und kosteneffizient einsetzbar, sondern dienen im klinischen Bereich auch dem direkten Schutz der Patient*innen, da unnötige Infektionsrisiken durch zusätzliche Kontaktpersonen vor Ort vermieden werden.